18 Oktober 2010 - 20:30

Einen knappen Monat vor dem geplanten Abzug der US-Kampftruppen aus dem Irak reißt die Gewalt in dem Land nicht ab.

  In der Stadt Kut, 170 Kilometer südöstlich von Bagdad, wurden mindestens 33 Menschen getötet, als nacheinander zwei Autobomben explodierten. 85 weitere Passanten wurden verletzt. 

Laut Polizei detonierten die beiden Bomben zeitgleich im Geschäftsviertel der Stadt. Sie waren in zwei im Abstand von etwa zehn Metern geparkten Autos versteckt. 

Andere Gewalttaten richteten sich gegen Sicherheitskräfte. In der nordirakischen Grossstadt Mossul starben bei zwei Anschlägen 9 Menschen. 15 weitere wurden nach Angaben der Polizei verletzt, als ein Sprengkörper und eine Autobombe explodierten. 

In der Hauptstadt Bagdad starben 5 Polizisten, als Bewaffnete das Feuer auf ihren Kontrollpunkt eröffneten.

US-Präsident Barack Obama hatte am Montag bekräftigt, dass der Abzug aller US-Kampftruppen aus dem Irak bis Ende August nach Plan verlaufe. Er betonte zugleich, dass sich die Amerikaner auf weitere Opfer gefasst machen müssten.